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Freitag, 24. November 2006
Gäste XV
„Hast du gesehen, dass Heike mit Gottfried ein Taxi genommen hat?“, fragte Susanne Bert, nachdem Bert sich beim Taxifahrer auf exakt 14,70 Euro rausgeben ließ. Seiner Ansicht nach war Trinkgeld für Taxen reine Wegelagerei, da sie ohnehin immer dieselbe Anfahrt berechneten, auch wenn sie von der Straße heran gewunken wurden. Bert hatte partout darauf bestanden, die 3 Kilometer zu Fuß zu gehen. „Die frische Luft wird uns gut tun. Nach der ganzen Völlerei und dem Alkohol wird es uns nachher viel besser gehen.“
„Wer sind sie, und was haben sie mit meinem Mann gemacht? Du willst freiwillig laufen und sprichst von Völlerei? Du scheinst heute Abend nicht ganz rund zu laufen, finde ich.“ Susanne stackste auf ihren Pumps hinterher. „Nun warte doch! Ich kann nicht so schnell!“
Bert blieb nicht stehen. Er schritt energisch voran und war ganz in Gedanken versunken, als er zu Hause ankam. Er wunderte sich nicht einmal, dass Susanne bereits vor der Tür stand und ein Taxi vor dem Haus wartete.
„Gottfried und Heike konnten sich die Kosten wenigstens teilen“, sagte vorwurfvoll Bert als er mit einem kräftigen Ruck die Haustür aufstieß.
„Aber Barbara ist noch gefahren. Die hatte doch mindestens 2 Promille! Nicht auszudenken, was da alles passieren kann. Was ist das eigentlich für ein merkwürdiges Auto, das sie fährt. Das ist neu, oder?“, schnatterte Susanne eifrig fort. Sie war in bester Lästerlaune.
„Der Panzer nennt sich ′Hummer′. Der wird sie schon heil ins Hotel bringen“, brummte Bert.
„Aber das mit Heike und Gottfried ist doch ein Ding! Sie will ihn bestimmt ins Bett zerren, weil sie nämlich ihre fruchtbaren Tage hat. Heike hat uns vorhin verraten, dass sie heimlich Hormone schluckt, und…“
„Halt endlich dein elendes Schandmaul. Ich ertrage das Gewäsch nicht mehr. Du machst mich krank“, sagte er mit ausgesuchter Verachtung. „Merkst du nicht, wie rasant du dich ins Abseits steuerst? Ich schlaf heute auf dem Sofa. Ich will noch eine Weile nachdenken.“
„Dann eben nicht, du Spaßbremse“, maulte Susanne. Jetzt konnte sie wenigstens in aller Ruhe mit Elsa telefonieren, und musste Bert nicht unnötig deswegen anlügen. Sie brannte darauf, Elsa die Neuigkeiten brühwarm mitzuteilen. In Florida war es jetzt 21 Uhr. Eine gute Zeit für ein ausführliches Gespräch. Susanne nahm sich eine Flasche Weißwein und ein Glas mit nach oben, machte es sich auf dem Bett gemütlich und nahm das Telefon. Die Nummer kannte sie längst auswendig.
„Parken sie bitte meinen Schatz vorsichtig!“, rief Barbara mit schwerer Stimme, als sie dem Nachtportier die Autoschlüssel zuwarf. „Den Fisch aus der Einfahrt schreiben sie bitte auf meine Rechnung.“
Barbara hatte die Einfahrt übersehen und musste über das Rondell ausweichen. Ein großes Buchsbaumgebilde in Form einer Scholle hatte bis eben die Mitte geziert.
Immer wenn Barbara in Ostwestfalen zugegen war, mietete sie sich im Hotel "Zur Scholle" ein. Hier hatte sie seinerzeit die Hochzeitsnacht mit Hans-Jürgen verbracht.
Sie nahm den Privatfahrstuhl zur ihrer Suite, ließ sich auf Bett fallen und schlief augenblicklich in eine komatösen Schlaf.
„Wer sind sie, und was haben sie mit meinem Mann gemacht? Du willst freiwillig laufen und sprichst von Völlerei? Du scheinst heute Abend nicht ganz rund zu laufen, finde ich.“ Susanne stackste auf ihren Pumps hinterher. „Nun warte doch! Ich kann nicht so schnell!“
Bert blieb nicht stehen. Er schritt energisch voran und war ganz in Gedanken versunken, als er zu Hause ankam. Er wunderte sich nicht einmal, dass Susanne bereits vor der Tür stand und ein Taxi vor dem Haus wartete.
„Gottfried und Heike konnten sich die Kosten wenigstens teilen“, sagte vorwurfvoll Bert als er mit einem kräftigen Ruck die Haustür aufstieß.
„Aber Barbara ist noch gefahren. Die hatte doch mindestens 2 Promille! Nicht auszudenken, was da alles passieren kann. Was ist das eigentlich für ein merkwürdiges Auto, das sie fährt. Das ist neu, oder?“, schnatterte Susanne eifrig fort. Sie war in bester Lästerlaune.
„Der Panzer nennt sich ′Hummer′. Der wird sie schon heil ins Hotel bringen“, brummte Bert.
„Aber das mit Heike und Gottfried ist doch ein Ding! Sie will ihn bestimmt ins Bett zerren, weil sie nämlich ihre fruchtbaren Tage hat. Heike hat uns vorhin verraten, dass sie heimlich Hormone schluckt, und…“
„Halt endlich dein elendes Schandmaul. Ich ertrage das Gewäsch nicht mehr. Du machst mich krank“, sagte er mit ausgesuchter Verachtung. „Merkst du nicht, wie rasant du dich ins Abseits steuerst? Ich schlaf heute auf dem Sofa. Ich will noch eine Weile nachdenken.“
„Dann eben nicht, du Spaßbremse“, maulte Susanne. Jetzt konnte sie wenigstens in aller Ruhe mit Elsa telefonieren, und musste Bert nicht unnötig deswegen anlügen. Sie brannte darauf, Elsa die Neuigkeiten brühwarm mitzuteilen. In Florida war es jetzt 21 Uhr. Eine gute Zeit für ein ausführliches Gespräch. Susanne nahm sich eine Flasche Weißwein und ein Glas mit nach oben, machte es sich auf dem Bett gemütlich und nahm das Telefon. Die Nummer kannte sie längst auswendig.
„Parken sie bitte meinen Schatz vorsichtig!“, rief Barbara mit schwerer Stimme, als sie dem Nachtportier die Autoschlüssel zuwarf. „Den Fisch aus der Einfahrt schreiben sie bitte auf meine Rechnung.“
Barbara hatte die Einfahrt übersehen und musste über das Rondell ausweichen. Ein großes Buchsbaumgebilde in Form einer Scholle hatte bis eben die Mitte geziert.
Immer wenn Barbara in Ostwestfalen zugegen war, mietete sie sich im Hotel "Zur Scholle" ein. Hier hatte sie seinerzeit die Hochzeitsnacht mit Hans-Jürgen verbracht.
Sie nahm den Privatfahrstuhl zur ihrer Suite, ließ sich auf Bett fallen und schlief augenblicklich in eine komatösen Schlaf.
Leidenschaft | pommesrot um 17:40h | Kein Kunde | Appetit?
Donnerstag, 23. November 2006
Auf dem Weg ins Kino
Tim: "Boah, überleg mal, du müsstest den ganzen Weg mit dem Fahrrad fahren. Bei dem Wetter!"
Sein Kumpel: "Was haben die das früher nur gemacht, als es noch keine Fahrräder gab? Wie sind die zum Kino gekommen?"
Hmm, was war zuerst da, das Huhn oder das Ei?
Sein Kumpel: "Was haben die das früher nur gemacht, als es noch keine Fahrräder gab? Wie sind die zum Kino gekommen?"
Hmm, was war zuerst da, das Huhn oder das Ei?
We are family | pommesrot um 18:09h | 1 Kunde | Appetit?
Mittwoch, 22. November 2006
Gäste X1V
Nach und nach verabschiedeten sich die Gäste. Heike und Gottfried und beschlossen, gemeinsam ein Taxi zu nehmen.
„Ich hatte dir doch schon angeboten, dass du bei uns…!“, rief Laura dem Taxi hinterher.
„Lass sie doch“, sagte Arnold, nachdem die Tür ins Schloss gefallen ist. „Wir trinken jetzt noch einen schönen Roten auf uns. Ich freu mich inzwischen richtig auf die Revival-Tour“.
„Danke, dass du den anderen nichts von meiner Bewerbung beim großartigen Abendessen verraten hast“, sagte Laura, als sie mit einem Tablett voller Gläser in die Küche kam.
Arnold füllte gerade Pulver in die Spülmaschine und antwortete beiläufig: „Keine Ursache. Wenn du erst im Fernsehen zu sehen bist, wirst du alle mit deinem Liebreiz verzaubern.“
Warum war ich heute eigentlich so garstig zu ihm, dachte Laura beschämt. Sie umarmte ihn liebevoll. „Hallo Fremder, wollen wir zu dir oder zu mir?“ fragte sie keck.
„Wenn ich dich nach diesem hervorragendem Essen nicht die Treppe hoch tragen muss, zu dir. Ich liebe es, gehen zu können, wann ich will“, sagte er und erwiderte die Umarmung.
Es war, als hätte er ihr einen Spiegel vorgehalten. Ging sie ihm am Ende genau so auf die Nerven wie umgekehrt? Sie schluckte die Bitterkeit, die unaufhaltsam in ihr aufstieg herunter und versuchte ein fröhliches Lachen.
„Ich hatte dir doch schon angeboten, dass du bei uns…!“, rief Laura dem Taxi hinterher.
„Lass sie doch“, sagte Arnold, nachdem die Tür ins Schloss gefallen ist. „Wir trinken jetzt noch einen schönen Roten auf uns. Ich freu mich inzwischen richtig auf die Revival-Tour“.
„Danke, dass du den anderen nichts von meiner Bewerbung beim großartigen Abendessen verraten hast“, sagte Laura, als sie mit einem Tablett voller Gläser in die Küche kam.
Arnold füllte gerade Pulver in die Spülmaschine und antwortete beiläufig: „Keine Ursache. Wenn du erst im Fernsehen zu sehen bist, wirst du alle mit deinem Liebreiz verzaubern.“
Warum war ich heute eigentlich so garstig zu ihm, dachte Laura beschämt. Sie umarmte ihn liebevoll. „Hallo Fremder, wollen wir zu dir oder zu mir?“ fragte sie keck.
„Wenn ich dich nach diesem hervorragendem Essen nicht die Treppe hoch tragen muss, zu dir. Ich liebe es, gehen zu können, wann ich will“, sagte er und erwiderte die Umarmung.
Es war, als hätte er ihr einen Spiegel vorgehalten. Ging sie ihm am Ende genau so auf die Nerven wie umgekehrt? Sie schluckte die Bitterkeit, die unaufhaltsam in ihr aufstieg herunter und versuchte ein fröhliches Lachen.
Leidenschaft | pommesrot um 17:31h | Kein Kunde | Appetit?
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